Mulder & Scully sind zurück: Kritik zur ersten Folge Akte X

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen – und seit kurzem auch wieder im TV zu sehen. Nach knapp 15 Jahren kehrt die Mystery-Serie Akte X für eine zehnte Staffel zurück und hat neben Verschwörungen und alten Bekannten auch eine böse Überraschung für die deutschen Fans im Gepäck.

Akte X Staffel 10 Review (Spoileralarm)

Im März 2015 angekündigt, war es in der vergangenen Woche schließlich soweit: Akte X kehrte nach fast 15 Jahren – die letzte Folge der neunten Staffel lief im Jahr 2002 – auf die deutschen TV-Bildschirme zurück. Die erste Folge „Der Kampf“ stellt dabei gleichzeitig eine Art X-Recap für alle Neulinge als auch ein Geschenk an langjährige Fans der Serie dar. In seinem gewohnten Enthusiasmus fasst Agent Mulder (David Duchovny) die Geschehnisse der Serie zusammen, erklärt, was zwischen Staffel neun und zehn geschehen ist und verkündet schließlich, die X-Akten wieder zu öffnen. Damit und mit der Trennung von Scully (Gillian Anderson) und Mulder, ist der Grundstein gelegt für eine zehnte Staffel, die die letzten, weniger erfolgreichen Staffeln der Serie am liebsten ausblenden würde und damit vor allem die Fans der ersten Stunde anspricht. Dazu passt auch die Geschichte, die sich Serienerfinder Chris Carter für den Reboot ausgedacht hat.

Weltverschwörung statt Aliens

Akte X Staffel 10 will mehr als ein bloßer Aufguss sein. Das macht der Serienschöpfer Chris Carter spätestens mit der Einführung der großen Storyline deutlich, die alle Ereignisse der vergangenen neun Staffeln auf den Kopf stellt. Genauer gesagt alle Alien-Entführungen, die angeblich nur vorgegaukelt waren – von der Regierung, die damit ihre wahren Machenschaften der Elite verbergen wollte .

Klingt unglaubwürdig? Ist es auch, bietet jedoch die perfekte Grundlage, um das alte Mystery-Gefühl der Serie wieder aufleben zu lassen und gleichzeitig einen neuen, alten Gegner zu etablieren: Den Cigarette Smoking Man (William B. Davis). Der ist zwar im damaligen Serienfinale buchstäblich in Flammen aufgegangen, konnte sich allerdings anscheinend doch irgendwie retten. Auch Walter Skinner (Mitch Pileggi) und einige andere alte Bekannte tauchen in Akte X Staffel 10 wieder auf – allerdings nicht immer mit ihren Originalstimmen.

Neue Stimmen für Mulder und Co.

Am 8. Februar strahlte ProSieben die erste Folge von Akte X Staffel 10 aus, doch nicht für alle Fans war es ein freudiges Wiedersehen. Der Grund: Der Sender hat kurzerhand den Synchronsprecher von Fox Mulder ausgetauscht. Statt Benjamin Völz, der dem Agenten in allen Folgen der Originalserie seine Stimme lieh, wird nun Sven Gerhardt eingesetzt. Auch Mulders Vorgesetzter Walter Skinner hat eine neue Stimme. Gründe für den Austausch der beiden Stammsprecher hat ProSieben bislang nicht genannt. Von dem Synchronsprecher-Wechsel abgesehen, legt die Mystery-Serie mit „Der Kampf“ ein gelungenes Comeback hin. Die Geschichte um die Weltverschwörung kann weitestgehend überzeugen, auch wenn auf einige Logiklöcher wie das Überleben des Rauchers oder die angekündigte, aber nicht stattgefundene Alien-Invasion im Jahr 2012 noch eine zufriedenstellende Antwort gegeben werden muss. Ein großes Plus ist auch die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Duchovny und Anderson, wobei die Trennung von Scully und Mulder in der ersten Folge noch zu viel Platz einnimmt. Kurz gesagt: Akte X Staffel 10 überzeugt zwar noch nicht auf ganzer Linie, macht jedoch eine Lust auf mehr Verschwörungen und die kommenden Monster-of-the-Week-Folgen.

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