Game of Thrones ist die erfolgreichste Serie, die HBO jemals produzierte. Da ist es nicht verwunderlich, dass mit dem Ende der fünften Staffel nicht nur erste grob umrissene Inhalte aus der Staffel 6 von Game of Thrones bekannt werden. Auch hat sich HBO an höchster Stelle für weitere Verlängerungen ausgesprochen. Das aber ist trotz aller Freude für die Fans auch nicht ganz unkritisch zu sehen. Es scheint fast, als ob sich die politischen Ränkespiele der Fantasy-Serie ein bisschen auf das richtige Leben zu übertragen scheinen.

Vorsicht – dezente Spoiler

Wir versuchen bei unserem Ausblick auf die Staffel 6 von Game of Thrones nicht zu viel über Staffel 5 zu verraten. Die fünfte Staffel ist bei HBO und auch inzwischen Sky so gut wie durch, doch nicht jeder hat sie schon gesehen. Allerdings, ganz ohne Spoilern geht es dann doch nicht. Dafür versuchen wir aber, die Spoiler zu Staffel 5 so klein wie möglich zu halten. Die Dreharbeiten zu Game of Thrones Staffel 6 haben bereits in Irland, genauer gesagt in Belfast, begonnen. Weitere Szenen folgen schon bald in Spanien. Insbesondere von der Fanseite „Watchers of the Wall“ kamen schon erste Infos, was uns alles in der sechsten Staffel von Game of Thrones erwarten wird. Dazu gehören vor allem etliche Rollen, die in der sechsten Staffel neu erfolgen.

Neuer Cast

Eine Priesterin und ein Priester

Melisandre wird nicht mehr die einzige spirituelle Kraft in Game of Thrones sein. Eine 25 bis 35 Jahre alte Priesterin betritt die Bühne der mittelalterlichen Fantasy-Intrigen. Sie ist die mächtigste Priesterin des Roten Tempels von Volantis und soll gleichzeitig eine enorme Anziehungskraft ausüben. Gerüchten zufolge handelt es sich um die Rolle von Kinvara. Septon Meribald wird zudem in der Rolle eines Priesters vermutet.

Ein Pirat

Um die Rolle von Euron Greyjoy gibt es anscheinend ebenfalls erste Anhaltspunkte. Es soll die eines berüchtigten Piraten sein, dessen Ruf Schrecken verbreitet.

Sams wahrer Vater

Aus Westeros wird wohl eine Figur stammen, mit der noch andere Geheimnisse einhergehen und in der sechsten Staffel zumindest zum Teil gelüftet werden könnten. Es ist die Rolle eines 50 bis 60 Jahre alten Kriegers, der gleichzeitig der wahre Vater von Sam sein soll. Vermutet wird hier Randyll Tarly.

Vielleicht auch seine Familie?

Außerdem wurde etwas bekannt von einer Mutter, einer Schwester und einem Bruder. Es ist naheliegend, dass es sich dabei ebenfalls um Sams wahre Familie handeln könnte.

Eine von Fahrenden Volk

Darüber hinaus betreten wohl neue Krieger die Bühne von Game of Thrones. Es soll sich um Qhogo and Akrat handeln, aller Wahrscheinlichkeit nach Dothraki Krieger.

Jungen in verschiedenem Alter

Außerdem soll ein Junge eine wichtige Rolle spielen, vielleicht aber auch mehrere. Es soll ein 7-Jähriger, ein 12-Jähriger und ein noch älterer Junge sein, die wohl als Erinnerung oder Traum eines der Akteure gedeutet werden.

Schicksal der Stark Töchter

Noch hält sich HBO bedeckt, was das Schicksal betrifft, das Arya Stark ereilt hat. Auch zur weiteren Entwicklung ihrer Schwester Sansa ist nichts bekannt. Außerdem gibt es Aufregung um die Rolle von Jon Snow, der ja eigentlich tot ist. Doch wurde der Schauspieler Kit Harrington, der die Rolle bislang spielte, nun ebenfalls am Flughafen von Belfast gesichtet und hat sich dabei schnell den Blicken der Fotografen entzogen. Haben für die Staffeln 4 und 5 noch die Bücher zahlreiche Rückschlüsse auf die Geschehnisse in den beiden Staffeln schließen lassen, ist das nun mit Staffel 6 nicht mehr so.

Passen Bücher und Serie noch zusammenpassen?

Ganz im Gegenteil. Hier kommt es zu dem Teil, wo die Meinungen inzwischen auseinandergehen. Die Fans, die Vorlagentreue von Serien gegenüber der literarischen Vorlage für wichtig erachten, werden feststellen müssen, dass sich Staffel 6 und das Buch 6 (in Deutschland 11 und 12) noch weiter voneinander entfernen werden. Von hoher Stelle von HBO, Michael Lombardo, war zu verlauten, dass man sich durchaus wünschen könnte, das Game of Thrones mindestens ein Jahrzehnt lang produziert wird. Zudem wäre auch ein Prequel nicht völlig unvorstellbar. Doch nach dem Willen der beiden Produzenten David Benioff und Daniel Weiss soll nach der siebten Staffel eine finale achte Staffel kommen.

Das würde dann auch mit den Plänen zu den Büchern zu Game of Thrones zusammenpassen. Alles andere würde bedeuten, dass Buchvorlage und Serie nur noch stärker eigene Wege gehen. Wie sehr das Polarisieren kann, hatte ja bereits Lord of the Rings mit „The Hobbit“ gezeigt. Mehr oder weniger aus ein paar Aufzeichnungen wurde daraus eine zeitaufwendige Materialschlacht wie bei der originalen „Herr der Ringe“-Trilogie gemacht. Die Kritiken dazu dürften den meisten ja bekannt sein. Der Knackpunkt bei Game of Thrones: Längst hat sich die mittelalterliche Fantasy-Intrige zur Kultserie aufgeschwungen. Das liegt sicherlich auch an der bislang hohen dichte an Handlungssträngen, die immer wieder in ihrer Komplexität zusammenlaufen. Wenn hier plötzlich „herkömmliche“ Drehbuchautoren weiter schreiben, ist das in der Vergangenheit schon öfter ein Schuss nach hinten geworden.

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